Wohnungen mit Hartz IV wohnlich einrichten

Einen Anspruch auf Hilfe vom Staat haben, im Gegensatz zu den Menschen in Deutschland, nicht alle Menschen auf der Welt. So, wie es in den USA keinen Anspruch auf eine Krankenversicherung gibt, nur, weil jemand arbeiten geht, so kann in vielen Ländern niemand auf Hilfe hoffen, der nicht einer gewissen Gesellschaftsschicht angehört. In Deutschland ist durch das Hartz IV Gesetz geregelt, wer welche Wohnung bekommen kann, auch wenn er kein Einkommen hat. Luxus ist das sicher nicht, aber wenigstens ein Dach über dem Kopf. In anderen Ländern sieht das anders aus: Aus Müll werden Baracken und Hütten gebaut – so würde mancher Deutscher nicht einmal sein Auto unterstellen. In solchen Elendsvierteln leben große Familien auf engstem Raum, ohne Schutz vor Witterung, Dieben, ohne fließendes Wasser, Strom oder Heizung. Nicht mehr, als ein halbwegs dichtes Dach über dem Kopf stellen diese Hütten dar. Da kann der klischeebehaftete Hartz IV Empfänger über seine Wohnung im Plattenbau direkt froh sein, auch wenn der Neid auf Eigenheimbesitzer und jene Menschen mit tollen, großen und schick eingerichteten Wohnungen sicher manchmal aufkommen will.

Der Weg in die Hartz IV Wohnung

Sich eine Wohnung über ein Immobilienportal, wie Privatimmobilien.de zu suchen, ist durchaus legitim, auch wenn man noch kein Hartz IV Empfänger ist. Immerhin muss hier vielleicht keine Courtage entrichtet werden; zumindest aber sind die Anzeigen umsonst. Diesen Weg muss jeder gehen, der im Moment noch ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung besitzt oder eine Wohnung bewohnt, die zu groß oder zu teuer ist, um vom Arbeitslosengeld II abgedeckt zu sein. Im Prinzip darf der Bedürftige seine Miet-Wohnung auch behalten; das ist aber sein Problem, wenn dann das Geld nicht mehr reicht. Es gibt einen Höchstsatz, was an Mietkosten übernommen werden kann; alles, was an Kosten darüber hinausgeht, muss vom Geld, das eigentlich für den Lebensunterhalt gedacht ist, bestritten werden. Das könnte dann in Verhältnissen enden, die der Dritten Welt zumindest in Sachen Ernährung ähnlich sind, denn für mehr als Tütensuppen, Reis und Nudeln reicht es dann nicht mehr. Schließlich werden auch die Heizkosten nicht unbegrenzt übernommen und müssen alle anderen laufenden Kosten bezahlt werden, die umso höher sind, je größer das Haus beziehungsweise die Wohnung ist.

Ein eigenes Haus beziehungsweise jedes Wohneigentum muss verkauft werden, ebenso, wie ein Auto nur unter gewissen Umständen behalten werden kann. Schulden reduzieren, Eigentum verbrauchen: Das ist der Weg, den man am besten schon vor dem Einstieg in den Hartz IV Bezug in Angriff nehmen soll. Zu vermeiden ist dieses Handeln ohnehin nicht mehr, wenn absolut keine Arbeitsstelle für den Erwerbsfähigen in Aussicht ist. Der Umzug von einer großen Wohnung in eine kleinere, die noch dazu in einem deutlich verrufeneren, aber im Mietspiegel billigeren Stadtteil liegt, ist sicher ein schwerer Schritt. Dennoch muss der Lebensstandard auf die Basis einer Grundversorgung reduziert werden und das ist besonders hart für jene, denen es, solange sie noch Arbeit hatten, deutlich besser ging. Bittsteller zu sein, statt am Leben teilzuhaben ist niemals leicht; Anfeindungen von anderen Bürgern sind noch dazu in dieser Situation inbegriffen.

Eine Hartz IV Wohnung einrichten

Wer aus besseren Lebensumständen in den Hartz IV Bezug abrutscht, muss wahrscheinlich sogar Möbel aussortieren, um die kleinere Wohnung einzurichten. Wer jedoch Dank fehlender Motivation oder Möglichkeit zu einer Ausbildung sein Leben als Erwachsener schon mit dem Sozialgeld beginnt, hat zu tun, überhaupt Möbel zu bekommen. Sicher gibt es vor allem für Alleinerziehende manche Hilfe und einige Zuschüsse. Für eine Designer Einrichtung reicht es dennoch nicht, schon eher für geschenkte, geborgte und auf dem Flohmarkt erworbene Möbel. Geschirr, Besteck, Wäsche und Kleidung: Was es auf Antrag nicht vom Staat gibt, muss man sich auf andere Weise besorgen. Ein Anreiz, sich eine Arbeit zu suchen? Oder der Weg in einen Tümpel der Gleichgültigkeit, in dem man versinkt, wenn die finanziellen Mittel fehlen, sich ein Leben mit Besonderheiten leisten zu können. Fast, wie in den Slums, in denen ein Tag verläuft, wie der andere, immer darauf bedacht, die nächsten Tage, Wochen und Monate zu überstehen

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